Klaus Flaskamp
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aktualisiert am 14.4.20

Leader Projekt

LEADER-Projekt „Aktionsprogramm Streuobstwiese“
- Hilfe für alte Obstwiesen

Am 09.11.2018, fand in der Bürgerhalle in Ederen die Auftaktveranstaltung für das neue LEADER-Projekt „Aktionsprogramm Streuobstwiesen“ in der LEADER-Region Rheinisches Revier statt. Über 50 Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil, darunter Astrid Hohn, stellvertretende Landrätin Kreis Düren, Bürgermeister der LEADER-Kommunen und weitere Vertreter aus Politik sowie Obstbaumwarte und interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Das Projekt startete am 01. August  2018 und geht bis Ende 2021. Projektträger ist die Biologische Station im Kreis Düren, welche bei der Projektumsetzung auch mit der Biologischen Station StädteRegion Aachen zusammen arbeitet. Das Projekt wird finanziell nicht nur aus Mitteln des Landes und der EU, auch anteilig vom Kreis Düren, der Städteregion Aachen und dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) finanziert.
Hauptziele sind die Verjüngung von überalterten Obstwiesen sowie Neuanlagen von diesen in allen Kommunen der Region „Rheinisches Revier“. Hierfür sollen die Menschen im „Rheinischen Revier“ für das Thema Kulturbiotop „Lebensraum Streuobstwiese“ sensibilisiert und motiviert werden. Darüber hinaus soll der Lebensraum für den Steinkauz und Bestäuberinsekten verbessert werden und somit zum Erhalt und der Förderung der Biodiversität beitragen. Auch sollen weitere Obstbaumwarte ausgebildet werden, die dann ihr Wissen über Baumschnitt, Sortenkenntnisse, etc. an die Bevölkerung weiter geben sollen. In der StädteRegion Aachen ist die Installation eines Streuobstwiesenlehrpfades angedacht.
Die Begrüßung erfolgte durch Heidrun Düssel-Siebert, Leiterin Biologische Station Düren,  und Astrid Hohn, stellvertretende Landrätin Kreis Düren. Beiden sind der Schutz und Erhalt von dem wertvollen Kulturbiotop Streuobstwiese ein wichtiges Anliegen.

Die Projektleiterin Alexandra Schieweling, Biologische Station Düren, stellte die Inhalte und die geplante Umsetzung des Projektes vor. „Wir hoffen sehr viele Menschen im Rheinischen Revier zu motivieren, diesen besonderen Lebensraum zu erhalten und zu schützen. Auf einem Obstbaum kommen bis zu 1000 verschiedene Arten von wirbellosen Tieren vor. Auch ist es Rückzugsraum für verschiedene Säugetiere, aber auch Reptilien, Amphibien und natürlich Vögel, wie zum Beispiel den Steinkauz. Für diesen kleinen Kauz hat das Land Nordrhein Westfalen eine besondere Verantwortung, bildet das Land schließlich den mitteleuropäische Verbreitungsschwerpunkt.“
Die Veranstaltung fand in Ederen statt und wurde maßgeblich von den im Dorf Aktiven, den  „Obstfreunden Ederen“ unterstützt. So  stellte Beate Syben das Tun und Wirken der Obstfreunde vor. Anschließend erklärte Klaus Flaskamp, Obstbaumwart aus Linnich, was  ein Obstbaumwart überhaupt macht. Ein besonderes Highlight für alle war am Ende der Veranstaltung  ein Schauschnitt eines Hochstamm-Obstbaumes  in der Bürgerhalle. Rainer Schwerdtfeger, Ederen baumschnittebenfalls Obstbaumwart, erklärte zunächst  was man bei der Pflanzung zu beachten hat. Im Anschluss bekam der Baum von einem weiteren Obstbaumwart, Harry Vollmer, den Pflanzschnitt. Unter großem „Oh“ der Zuschauer verlor der Baum immer mehr seiner im Frühjahr gebildeten Äste. Zum Schluss blieben, so wie es vorbildlich bei einem mit einem Pflanzschnitt versehenen Baum sein soll, nur die Leitäste und die Stammverlängerung.Wenn Bürger  Interesse

an der Erhaltung  ihrer Obstbäume innerhalb der Leader-Region haben oder an der Neupflanzung wenden Sie sich an Alexandra Schieweling, Biologische Station Düren, 02427 94987 17, alexandra.schieweling@biostation-dueren.de.

Obstbaumwarte Kurs gestartet und Obstbäume zum schneiden gesucht

Im Rahmen des LEADER-Projektes „Aktionsprogramm Streuobstwiese“ startete am 09. August 2019  ein Obstbaumwarte Kurs im Brückenkopfpark in Jülich. Obstbaumwarte sind fachlich qualifizierte Ansprechpartner, die ehrenamtlich in der Region für alle Fragen rund um die Obstwiesen zur Verfügung stehen sollen. Das Projekt Aktionsprogramm Streuobstwiese der Biologischen Station Düren schult nun in einem ersten Lehrgang interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Obstwiesen sind ein einzigartiger und strukturreicher Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Dem Menschen liefern sie Obst für den Direktverzehr, zum Lagern oder für die Saftverwertung. Sie sind ein besonders schützenswerter Teil unserer Kulturlandschaft. Insbesondere die Bedeutung als Lebensraum für zahlreiche Arten der Tier- und Pflanzenwelt machen die Obstwiesen zu wichtigen Biotopen: Sie bieten Lebens- und Nahrungsraum und sind Zufluchtsstätten und Trittsteine.

Gerade im „Rheinischen Revier“ gibt es zahlreiche Streuobstwiesen. Oft sind die Eigentümer aber mit der Pflege und dem Erhalt dieses besonderen Biotoptyps überfordert. Ziel des Projektes der Biologischen Station Düren ist es, in jeder Kommune des Rheinischen Reviers mindestens einen Obstbaumwart als Ansprechpartner für Obstwiesen zu schulen.

Dazu werden Obstbaumwarte-Lehrgänge angeboten, in denen „rund um`s Obst“ Inhalte vermittelt werden wie die Geschichte und Ökologie der Streuobstwiesen, Werkzeugkunde, Pflanzenschutz, Wachstumsgesetze der Obstbäume, Winterveredlung, Altbaumschnitt, Sommerpflegemaßnahmen, Sommerveredlung und Pomologie.

Im Projekt Aktionsprogramm Streuobstwiese sollen auch Obstwiesen im „Rheinischen Revier“ gepflegt werden. Der Schnitt ist wichtig für den Obstbaum, damit er sich gut entwickelt und gesunde Früchte ausbildet. Obstbäume müssen gepflegt werden. Es sind keine Wildpflanzen, die man sich selbst überlassen kann. Ansonsten kommt es zur Vergreisung des Baumes oder vorzeitigem Abgang, das heißt Absterben des Baumes. In Zusammenarbeit mit dem Kreis Düren werden daher die Eigentümer von Streuobstwiesen im Rheinischen Revier angeschrieben. In dem Anschreiben wird Ihnen die Möglichkeit geboten, sich bei Interesse bei der Biologischen Station Düren zu melden. Die Projektmitarbeiterin Alexandra Schieweling begutachtet die Obstbäume und veranlasst dann bei positiver Einschätzung den Schnitt einzelner Bäume. Dieser ist für die Eigentümer kostenlos inklusive einer zweijährigen Nachpflege. Eine Erstpflege ermöglicht es den Eigentümern dann langfristig stabile Obstbäume aufzubauen bzw. weiter zu pflegen.

Gerne können Sie sich auch direkt bei Alexandra Schieweling in der Biologischen Station melden, um Ihre Obstbäume einschätzen und ggfs. schneiden zu lassen, Telefonnummer: 02427/94987-17; Mail: alexandra.schieweling@biostation-dueren.de.

 

Obstbaumwarte-Ausbildung im Rahmen des LEADER Projektes „Aktionsprogramm Streuobstwiese“

Obstwiesen sind ein einzigartiger und strukturreicher Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen. Dem Menschen liefern sie Obst für den Direktverzehr, zum Lagern oder für die Saftverwertung. Sie sind ein besonders schützenswerter Teil unserer Kulturlandschaft. Die Biologische Station Düren bietet in den kommenden 2 Jahren kostenlos Obstbaumwarte-Ausbildungen im Rahmen des LEADER Projektes „Aktionsprogramm Streuobstwiese“ an.

Obstbaumwarte sind fachlich qualifizierte Obstbaumberater, die ehrenamtlich in der Region für alle Fragen rund um die Obstwiesen zur Verfügung stehen sollen. Gerade im „Rheinischen Revier“ gibt es zahlreiche Streuobstwiesen. Oft sind die Eigentümer aber mit der Pflege und dem Erhalt dieses besonderen Biotoptyps überfordert. Ziel des Projektes ist es in jeder Kommune des Rheinischen Reviers mindestens einen Obstbaumwart als Ansprechpartner zu schulen.

Dazu werden Obstbaumwart-Lehrgänge angeboten, in denen „rund um`s Obst“ folgende Inhalte vermittelt werden:

  • Geschichte und Ökologie der Streuobstwiesen
  • Werkzeugkunde
  • Pflanzenschutz
  • Wachstumsgesetze der Obstbäume
  • Winterveredlung
  • Altbaumschnitt
  • Sommerpflegemaßnahmen
  • Sommerveredlung
  • Pomologie

 

Die Ausbildung findet an 5 Wochenenden in 2019 und 2020 statt.

Der 1. Kurs beginnt voraussichtlich am 09. August 2019. Es sind noch einige wenige Plätze frei. Bei Interesse melden Sie sich bei der Biologischen Station Düren, Alexandra Schieweling, 0178 8101574.

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